Objekt Restaurierung Konservierung Schwarz

Objektdaten

Bezeichnung

Juno Ludovisi

Hersteller

evtl. Berliner Gipsformerei

Datierung

verm. 19. Jhd.

Material

Gips gefasst

Maße

HxBxT ca. 176 x 114 x 80 cm; Gewicht: ca. 200 kg

Besitz von

Karl-Franzens-Universität Graz, Institut für Antike, Fachbereich Archäologie, Universitätsplatz 3/II, 8010 Graz

Standort

Zur Zeit der Bearbeitung: Depot SFZ Hall i. Tirol; zur Zeit der Ausstellung: Tiroler Landesmuseen, Ferdinandeum, Innsbruck; nach der Ausstellung wieder in Graz im Institut für Antike

Bearbeitung

2020

Zustand

Mehrfache Überfassung in weißer Farbgebung mit eingebundenen Verunreinigungen | Partiell stark haftende Verunreinigungen und Staubauflagen, vor allem in der porösen Oberfläche | In der ursprünglichen, verm. vergilbten Kasein-Fassung Kratzer und Schleifspuren | Minimale bis großflächige Fehlstellen im Gips von Sockel und Büste

Maßnahmen

Die Büste wurde vom Institut für Antike der Grazer Karl-Franzens-Universität für die Ausstellung "Goethes italienische Reise, eine Hommage an ein Land, das es niemals gab" an die Tiroler Landesmuseen ausgeliehen und als Gegenleistung in deren Auftrag von mir restauriert. Für die Ausstellungsfähigkeit wurden Büste und Sockel trocken gereinigt, die ursprüngliche Fassung freigelegt sowie die Fehlstellen ergänzt und retuschiert. Da das Objekt später wieder öffentlich zugänglich in der Grazer Universität aufgestellt werden sollte, wurde die gesamte Oberfläche zum Schutz vor Verunreinigungen und Feuchtigkeit mit mikrokristallinem Wachs konserviert.

Büste in der Transportkiste vor der Bearbeitung.

Sockel vor der Bearbeitung.

Detailansicht der linken Schulter im Anfangszustand mit verunreinigter, brüchiger Überfassung.

Detailansicht der linken Gesichtshälfte mit Überfassung und Verunreinigungen im Anfangszustand.

Detailansicht der linken Nackenseite vor der Bearbeitung.

Detailansicht der linken Nackenseite nach der Bearbeitung.

Detailansicht der linken Sockelseite vor der Bearbeitung.

Detailansicht der linken Sockelseite nach der Bearbeitung.

Bearbeitung der Ansichtsseite des Sockels im Bereich der (zuerst noch fehlenden) Voluten: oben vor der Bearbeitung, in der Mitte im Zustand nach der Freilegung und Reinigung, unten nach Ergänzung der Fehlstellen und mit Retusche.

Die Gipsbüste Juno Ludovisi nach der Restaurierung in der Ausstellung "Goethes italienische Reise, eine Hommage an ein Land, das es niemals gab". (Bild: Laura Resenberg, Tiroler Landesmuseen)


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